Acne vulgaris

Definition:

durch übermässige Talgsekretion (Seborrhö) geprägte Erkrankung des Talgdrüsenapparates und der Haarfollikel unterschiedlicher Ausprägung:

  • Acne comedonica: hellgelbe Papeln mit ggf. zentralem schwarzem Punkt (Komedonen) ohne Entzündungsreaktion.
  • Acne papulopustulosa: Papeln, Komedonen und Pusteln mit Entzündungsreaktion.
  • Acne conglobata: zusätzlich knotige Hautveränderungen und konfluierenden Abszessen mit flächenhafter Entzündungsreaktion und narbiger Abheilung.

Phytopharmaka eignen sich in Form von Cremes, Gele, Salben oder ethanolischen Lösungen nur zur Behandlung der Acne comedonica und leichte bis mittelschwere Formen der Acne papulopustulosa.

Bei Acne conglobata haben sie allenfalls einen unterstützenden Effekt.

ARZNEIPFLANZEN

Äusserlich

DERMATIKA

Greifen in die zugrundeliegenden pathogenetischen Mechanismen ein und wirken:

antiphlogistisch, antimikrobiell, antiseborrhoisch, kreatolytisch.

ARZNEIDROGEN

WUNDHEILUNGSFÖRDERNDE DROGEN

Regulieren die Bindegewebsneubildung und greifen über die Regulation der Fibroblastenaktivität in den Vernarbungsprozess ein.

ARZNEIDROGEN

Hinweise und ergänzende Massnahmen

Sinnvoll ist zusätzlich die gleichzeitige innerliche Einnahme von medizinischer Hefe (Saccharomyces boulardii) oder getrockneter Bierhefe (Saccharomyces cerevisiae) über eine Anwendungsdauer von min. 3 – 4 Monaten.

 

Zubereitungen mit Teebaumöl (als 5 %-iges Teebaumölgel oder 10 %-ige Teebaumölcreme) wirken äusserlich mehrmals tgl. aufgetragen antibakteriell und antiphlogistisch und reduzieren die Anzahl sowohl offener als auch geschlossener Komedone.

 

Gerbstoffdrogen (z.B. Hamamelis, Salbei, Teestrauch) in Form von wässrig-alkoholischen Lösungen (max. 30 % Alkohol), hydrophilen Cremes oder Hydrogelen aufgetragen vermindern die Bildung von Talgdrüsenlipiden auf der Hautoberfläche und führen zu einer Verbesserung des Hautbildes.

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