Arthritis (rheumatoide)

Definition:

chronisch entzündlich-destruierende Erkrankung der mit Synovia ausgekleideten Anteile des Bewegungsapparats (Gelenke, Sehnenscheiden, Schleimbeutel) mit meist schubweisem progredientem Krankheitsverlauf.

Zu den 5 typischen Leitsymptomen der Erkrankung zählen:

  • Rubor (Rötung)
  • Dolor (Schmerz)
  • Calor (Überwärmung)
  • Tumor (Schwellung)
  • Functio lasea (Funktionsstörung)

Stadien der rheumatoiden Arthritis:

  • Stadium I (Frühstadium): symmetrische, weiche und palpable Gelenkschwellungen ohne Funktionseinschränkungen.
  • Stadium II (mässig fortgeschrittenes Stadium): Einschränkung der Gelenkbeweglichkeit mit beginnender Muskelatrophie bei noch guter Beweglichkeit.
  • Stadium III (fortgeschrittenes Stadium): Gelenkdeformationen mit deutlicher Muskelatrophie und stark eingeschränkter Arbeitsfähigkeit.
  • Stadium IV (Endstadium): Kriterien wie im Stadium III mit zusätzlich fibrösen oder ossären Ankylosen und meist Bett- oder Rollstuhlinvalidität.

Die Wirkung von Phytopharmaka ist nicht vergleichbar mit den stark wirksamen chemisch-synthetischen Arzneimitteln, ermöglichen aber als adjuvante Therapie oft deren Reduktion bezüglich Dosis und Anwendungshäufigkeit.

 

Während bei der oralen Medikation von Phytotherapeutika eine mehrwöchige Anwendung bis zum Eintritt einer adäquaten Wirkung benötigt wird, weisen äusserlich applizierte Anwendungen einen vergleichsweise raschen Wirkungseintritt auf.

 

Zur Beeinflussung des entzündlichen Geschehens werden Analgetika, Antiphlogistika und Antidyskratika zur allgemeinen Stoffwechselanregung sowie Topika zur externen Anwendung eingesetzt.

ARZNEIPFLANZEN

Innerlich

ANTIPHLOGISTIKA/ANALGETIKA (entzündungshemmende/schmerzlindernde Drogen)

ARZNEIDROGEN

ANTIDYSKRATIKA

Regen über die Entgiftungsorgane Niere, Leber, Darm und Haut im Bindegewebe den Stoffwechsel an und wirken ausscheidungsfördernd.

ARZNEIDROGEN

Äusserlich

TOPIKA

Wirken in Form von ätherischen Ölen, Salben, Gels, Cremes oder Linimente aufgetragen:

hyperämisierend, antiphlogistisch, analgetisch.

ARZNEIDROGEN

Ätherisch-Öl-Drogen

Hinweise und ergänzende Massnahmen

Bewährt haben sich Kälteanwendungen (z.B. kühle Quarkwickel, Eissprays, tiefgefrorene Erbsen- oder Kirschkernsäckchen) bei akut entzündlichen Gelenken mit abschwellender und schmerzlindernden Wirkung oder Wärmeanwendungen zwischen den entzündlichen Schüben in Form von wechselwarmen oder ansteigenden Bädern oder Packungen (z.B. Heublumen, Moor, Fango), welche die Durchblutung fördern, verkrampfte Muskeln lockern und steife Gelenke beweglicher machen.

 

Hydrotherapeutische Massnahmen in Form von Kneipp-Anwendungen führen zu einer adaptiven Veränderung vegetativer Parameter und beeinflussen reflektorisch die Gelenkstrukturen.

 

Allein die Umstellung auf eine basenreiche Ernährung, bevorzugt mit viel Obst, Gemüse und möglichst fleischfrei kann zu einer Verbesserung der Beschwerden führen.

 

Ergänzend zur phytotherapeutischen Behandlung wirkt die Gabe von Vitamin C (tgl. 300 mg während den ersten 4 Wochen) zusätzlich antioxidativ und unterstützt das Immunsystem.

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