Verletzungen (stumpfe)
Definition:
durch stumpfe Gewalteinwirkung bei intakter Haut entstandene Gewebetraumatisierung wie Distorsion (Verstauchung, Zerrung), Kontusion (Prellung) oder Kompression (Quetschung), welche durch die verletzten Gewebeschichten zur Bildung von Hämatomen (Blutergüsse) oder posttraumatischen Ödemen (Schwellungen) führen.
Phytopharmaka in Form von Salben, Cremes, Gele oder Pasten eignen sich i.d.R. als alleinige topische Behandlung und sind in ihrer Wirkung vergleichbar mit chemisch-synthetischen Arzneimitteln.
ARZNEIDROGEN
Innerlich
ENZYMHALTIGE DROGEN
Eine Enzymtherapie lässt stark entzündliche und ödematöse Prozesse im Verlauf von stumpfen Verletzungen schneller abklingen und wirkt:
antiödematös und antiphlogistisch.
ARZNEIDROGEN
Ananas (Bromelain)
Äusserlich
TOPIKA
ARZNEIDROGEN
Analgetische Drogen
Antiödematöse Drogen
Antiphlogistische Drogen
Hyperämisierende Drogen
Resorptionsfördernde Drogen
Arnika
Johanniskraut (Rotöl)
Hinweise und ergänzende Massnahmen
Behandlungsmassnahmen für die Erstversorgung von stumpfen Verletzungen (PECH-Schema).
PECH-Regeln und Massnahmen:
- Pause; den betroffenen Körperteil sofort ruhigstellen und weitere Belastungen vermeiden.
- Eis; gleich zu Beginn der Verletzung die betroffene Stelle mit einem Eisbeutel während ca. 15 – 20 Min. kühlen, um weitere Einblutungen und Schwellungen zu vermindern.
- Compression; ein Kompressionsverband verhindert den Austritt von weiterer Blut- und Gewebeflüssigkeit in das umliegende Gewebe.
- Hochlagerung; die Hochlagerung des betroffenen Körperteils möglichst über Herzhöhe verringert die Blutzufuhr und hilft die in das umliegende Gewebe ausgetretene Flüssigkeit leichter abzutransportieren.
