Kalmus

Stammpflanze:

Acorus calamus L.

Verwendete Pflanzenteile:

Kalmuswurzelstock (Calami rhizoma)

Inhaltsstoffe:

Ätherisches Öl, Bitterstoffe, Gerbstoffe, Fettsäuren, Stärke, Schleimstoffe.

Dosierung:

Innerlich:

Tagesdosis 3 – 4,5 g Droge.

30 – 60 Tr. Tinktur.

Äusserlich:

Jeweils als Teezubereitungen oder als Spiritus zur lokalen Applikation.

Teezubereitung:

1 – 1,5 g Droge mit 150 ml kochendem Wasser übergiessen und nach 3 – 5 Min. abseihen.

1 – 1,5 g Droge mit kaltem Wasser ansetzen, zum Sieden bringen, während 3 – 5 Min. kochen und anschliessend abseihen.

Nebenwirkungen:

Keine bekannt.

Kontraindikationen:

Keine bekannt.

Interaktionen:

Keine bekannt.

Hinweise:

Indischer (var. angustatus) und europäischer (var. vulgaris) Kalmus, die sog. «Jammu-Qualität», darf wegen vermuteter kanzerogener Eigenschaften des β-Asaron-Gehalts in der Pflanze nicht verwendet werden.

Β-Asaron-freier nordamerikanischer (var. americanus) Kalmus ist ohne Risiko und kann ohne Bedenken verwendet werden.

INDIKATIONEN und WIRKUNGEN

Innerlich

Appetitlosigkeit

  • appetitanregend
  • regt die Magen- und Dünndarmmotorik sowie die Sekretion von Galle und Pankreassaft an

Gastritis

  • sekretionsanregend

Reizdarmsyndrom

(Colon irritabile)

  • spasmolytisch

Verdauungsstörungen

(funktionelle Dyspepsie/Reizmagen)

  • sekretionsanregend
  • motilitätsanregend
  • spasmolytisch

Äusserlich

Arthrose

  • hyperämisierend
  • antiphlogistisch
  • analgetisch
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