Lein

Stammpflanze:

Linum usitatissimum L.

Verwendete Pflanzenteile:

Leinsamen (Lini semen)

Inhaltsstoffe:

Ballaststoffe, fettes Öl, Lignin, Proteine, Glykoside, Phosphatide, Sterole, Mineralstoffe, Lignane.

Dosierung:

Innerlich:

Tagesdosis 30 – 45 g Droge.

Teezubereitung:

Nebenwirkungen:

Gelegentlich Blähungen.

Kontraindikationen:

Ileus jeder Genese.

Interaktionen:

Die Resorption anderer Arzneistoffe kann vermindert werden.

Hinweise:

Leinsamen und Arzneimittel sollten in einem zeitlichen Abstand von ½- 1 Std. eingenommen werden.

Leinsamen mit ausreichend Flüssigkeit (min. 150 ml Wasser/EL) einnehmen.

Bei insulinpflichtigen Diabetikern kann eine Reduzierung der Insulindosis notwendig werden.

Goldfarbener Leinsamen sind aufgrund ihrer höheren Quellzahl den braunen Samen vorzuziehen.

Als Schleimzubereitung (bei entzündlichen Darmerkrankungen) jeweils 10 – 15 g Droge mit 150 – 250 ml kaltem Wasser ansetzen und nach 20 – 30 Min. abseihen.

INDIKATIONEN und WIRKUNGEN

Innerlich

Diarrhö

(Durchfall)

  • bildet eine Schutzschicht auf der Darmschleimhaut
  • bindet überschüssige Flüssigkeit und Bakterientoxine im Darm
  • führt zu einer Konsistenzerhöhung des Stuhls
  • normalisiert die Stuhlfrequenz

Gastritis

  • schleimhautprotektiv

Magen- und Zwölffingerdarmgeschwür

(Ulcus ventriculi und duodeni)

  • schleimhautprotektiv

Obstipation

(Verstopfung)

  • macht den Stuhl voluminöser und gleitfähiger
  • löst eine verstärkte Darmperistaltik aus und verkürzt die Transitzeit
  • führt zu einer Milieuänderung im Darm und bewirkt den Aufbau einer gesunden physiologischen Darmflora

Reizdarmsyndrom

(Colon irritabile)

  • stuhlregulierend
Nach oben scrollen