Arthrose
Definition:
chronische, degenerative Erkrankung eines oder mehrere Gelenke mit progredienter Veränderung der Knorpel- und Gelenkstruktur als Folge einer langjährigen mechanischen Fehl- und Überbelastung oder Stoffwechselerkrankung (z.B. Gicht, Hypothyreose).
Krankheitsverlauf und Symptome:
- Zu Beginn der Arthrose: Morgensteifigkeit, Anlaufschmerz, Muskelverspannungen.
- Fortschreitende Arthrose: zusätzlich Schwellung der betroffenen Gelenke, Belastungsschmerz, Bewegungseinschränkung.
- Endstadium der Arthrose: zusätzlich Ruheschmerz, Deformation mit Funktionseinschränkung der betroffenen Gelenke.
Zu Beginn der Arthrose besteht noch keine Entzündung – diese entwickelt sich erst später als Folge der Knorpelzerstörung.
Je nach Grad der Beschwerden eignet sich eine phytotherapeutische Behandlung als alleinige oder adjuvante Therapie zusammen mit chemisch-synthetischen Arzneimitteln.
Während bei der oralen Medikation von Phytotherapeutika eine mehrwöchige Anwendung bis zum Eintritt einer adäquaten Wirkung benötigt wird, weisen äusserlich applizierte Anwendungen einen vergleichsweise raschen Wirkungseintritt auf.
ARZNEIPFLANZEN
Innerlich
ANTIPHLOGISTIKA/ANALGETIKA (entzündungshemmende/schmerzlindernde Drogen)
ARZNEIDROGEN
ANTIDYSKRATIKA
Regen über die Entgiftungsorgane Niere, Leber, Darm und Haut im Bindegewebe den Stoffwechsel an und wirken ausscheidungsfördernd.
ARZNEIDROGEN
Äusserlich
TOPIKA
Wirken in Form von ätherischen Ölen, Salben, Gels Cremes, Linimente oder als Einreibungen spirituöser Lösungen aufgetragen:
hyperämisierend, antiphlogistisch, analgetisch.
ARZNEIDROGEN
Ätherisch-Öl-Drogen
Ackerminze (Minzöl)
Cajeput
Eukalyptus
Fichte
Kalmus (Spiritus)
Kiefer
Pfefferminze
Rosmarin (Spiritus)
Terpentinöl (gereinigtes)
Wacholder (Spiritus)
Hinweise und ergänzende Massnahmen
Bewährt haben sich zum Erhalt der Beweglichkeit der Gelenke balenophysikalische Massnahmen wie Bäder, Bewegungsbäder, Elektrotherapie (Stangerbad) sowie Wärmeanwendungen (z.B. Heublumen, Fango, Moor) im nichtentzündlichen Stadium oder Kälteanwendungen (z.B. kalte Packungen mit Quark, Heilerde, Moor) bei aktivierter (entzündeter) Arthrose.
Die Umstellung auf eine basenreiche Ernährung, bevorzugt mit viel Obst, Gemüse und möglichst fleischfrei kann besonders bei erhöhter entzündlicher Aktivität zu einer deutlichen Schmerzlinderung führen.
Gemäss klinischen Studien führt die Gabe von Vitamin E (400 mg tägl. während 4 Wochen, anschliessend im Wechsel 100 mg als Erhaltungsdosis während weiteren 4 Wochen) zu einer signifikanten Schmerzlinderung.
Vom Arzt im jeweiligen Gelenk lokal intrakutan injizierte Mistelextrakte führen zu einer Rückbildung der Gelenkschwellung sowie zu einer Zunahme der Beweglichkeit und besitzen einen nachweislichen analgetischen Effekt.
