Depressive Störungen

Einteilung einer depressiven Störung nach ICD-10-Kriterien:

  • Leichte depressive Störung: 2 Haupt- und 2 Zusatzsymptome.
  • Mittelgradige depressive Störung: 2 Haupt- und 2 – 4 Zusatzsymptome.
  • Schwere depressive Störung: 3 Haupt- und 4 oder mehr Zusatzsymptome.

Hauptsymptome

  • Depressive, gedrückte Stimmung.
  • Interessenverlust und Freudlosigkeit.
  • Verminderung des Antriebs mit erhöhter Ermüdbarkeit und Aktivitätseinschrä

Zusatzsymptome

  • Verminderte Konzentration und Aufmerksamkeit.
  • Vermindertes Selbstvertrauen und Selbstwertgefü
  • Gefühl von Wertlosigkeit und Schuldgefü
  • Negative und pessimistische Zukunftsperspektiven.
  • Suizidgedanken, erfolgte Suizidhandlungen oder Selbstverletzungen.
  • Schlafstö
  • Verminderter Appetit.

Pflanzliche Antidepressiva kommen bei leichten oder mittelgradigen depressiven Störungen zur Anwendung und eignen sich besonders zur Behandlung von:

  • leichten depressiven Episoden
  • rezidivierenden depressive Störungen
  • larvierter Depression
  • persistierender depressiver Störung im Rahmen des Klimakteriums auftretende depressive Verstimmungen
  • Winterdepression
  • Trauerreaktion

ARZNEIPFLANZEN

Innerlich

ANTIDEPRESSIVA

ARZNEIDROGEN und ihre antidepressive Wirkung

  • Baldrian ++ (Verkürzt den Wirkungseintritt von Johanniskraut.)
  • Johanniskraut +++ (Johanniskraut gehört zu den pharmakologisch und klinisch am besten untersuchten Arzneidrogen und die Wirksamkeit bei leichten und mittelgradigen depressiven Störungen gilt als gut belegt.)
  • Passionsblume + (weist einen synergetischen Effekt mit einem Wirkfaktor 10 in Kombination mit Johanniskraut auf.)

Hinweise und ergänzende Massnahmen

Eine schwere depressive Störung stellt eine absolute Kontraindikation für die Phytotherapie dar. Hier eignen sich nur chemisch-synthetische Antidepressiva.

Pflanzliche Antidepressiva benötigen einen Zeitraum von 2 – 3 Wochen, um ihre volle Wirksamkeit zu entfalten.

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