Dysmenorrhö
Definition:
zumeist zu Beginn der Menstruation am stärksten ausgeprägte ziehende, krampfartige bis kolikartige Unterbauchschmerzen, welche oft zusammen mit vegetativen Symptomen (allg. Unwohlsein, Übelkeit, Kopfschmerzen, Erbrechen, Verdauungsstörungen, Durchfall, Verstopfung) auftreten.
Unterteilung:
- primäre Dysmenorrhö: im Normalfall kurz nach der Menarche auftretende Regelschmerzen ohne erkennbare organische Ursache.
- sekundäre Dysmenorrhö: durch organische Veränderungen oder Erkrankungen (z.B. Myome, Endometriose, Stenose des Gebärmutterkanals) verursachte Regelschmerzen.
Menstruationsbeschwerden lassen sich i.d.R. alleine oder adjuvant bei gleichzeitiger Gabe von synthetischen Analgetika und Spasmolytika mit Phytopharmaka behandeln.
ARZNEIPFLANZEN
Innerlich
SPASMOLYTIKA (krampflösende Drogen)
ARZNEIDROGEN
Alkaloidhaltige Arzneidrogen (bei sehr starken spastischen Schmerzzuständen)
Hinweise und ergänzende Massnahmen
Adjuvant:
Ergänzende phytotherapeutische Massnahmen für die Behandlung der im Rahmen einer Dysmenorrhö auftretender Beschwerden siehe jeweils unter entsprechendem Kapitel.
Die Behandlung mit Arzneidrogen sollte vorzugsweise 1 – 2 Tage vor Menstruationsbeginn erfolgen und anschliessend einige Tage fortgesetzt werden.
Ätherische Öle (z.B. Ackerminze [Minzöl], Lavendel) in Trägerölen (z.B. Oliven- oder Mandelöl) eingearbeitet als Einreibung oder auf die Monatsbinde aufgetragen helfen die Krämpfe zu lindern und die Schmerzen zu reduzieren.
Wärmeanwendungen in Form von feuchtheissen Dampfkompressen oder Umschlägen (z.B. Kamille, Melisse, Fenchel, Kümmel, Schafgarbe) im Bereich des Unterbauchs sowie Voll- und Sitzbäder (z.B. Kamille, Melisse, Lavendel, Schafgarbe) entspannen die Muskulatur und wirken krampflösend.
Regelmässige leichte körperliche Bewegung führt zu einer besseren Durchblutung des Beckens und kann so Menstruationsbeschwerden vorbeugen.
