Pfefferminze
Stammpflanze:
Mentha x piperita L.
Verwendete Pflanzenteile:
Pfefferminzblätter (Menthae piperitae folium)
Pfefferminzöl (Menthae piperitae aetheroleum)
Inhaltsstoffe:
Ätherisches Öl (Menthol, Menthon, Menthofuran, Menthylacetat, 1,8-Cineol), Gerbstoffe, Flavonoide, Triterpene, Mineralstoffe.
Dosierung:
Innerlich:
Pfefferminzblätter;
Mittlere Tagesdosis 3 – 6 g Droge.
5 – 15 g Tinktur.
Pfefferminzöl;
6 – 12 Tr.
0,6 ml (Reizdarmsyndrom).
Äusserlich:
Pfefferminzöl;
Jeweils 3 – 5 Tr. für Inhalationen oder einige Tr. zum einreiben.
Halbfeste und ölige Zubereitungen entsprechend 5 – 20 %.
Wässrig-ethanolische Zubereitungen entsprechend 5 – 10 %.
Nasensalben entsprechend 1 – 5 %.
Teezubereitung:
1,5 g Droge mit 150 ml kochendem Wasser übergiessen und bedeckt nach 10 – 15 Min. abseihen.
Nebenwirkungen:
Bei empfindlichen Personen kann die Einnahme von Pfefferminzöl zu Magenbeschwerden führen.
Kontraindikationen:
Pfefferminzblätter:
Bei Gallensteinleiden nur nach Rücksprache mit dem Arzt.
Pfefferminzöl:
Verschluss der Gallenwege, Gallenblasenentzündungen, schwere Leberschäden.
Bei Gallensteinleiden nur nach Rücksprache mit dem Arzt.
Bei Säuglingen und Kleinkindern nicht im Bereich des Gesichts auftragen (Kratschmer-Reflex).
Interaktionen:
Keine bekannt.
Hinweise:
Beim Reizdarmsyndrom haben sich magensaft- und dünndarmresistente Darreichungsformen bewährt, da das Pfefferminzöl erst am Ort der Beschwerden freigesetzt wird und dort seine Wirkung entfalten kann.
Pfefferminztee ist aufgrund der tonussenkenden Wirkung auf den unteren Ösophagussphinkter nicht zum Dauergebrauch geeignet und kann bei längerer Anwendung zu einem unangenehmen Aufstossen führen.
INDIKATIONEN und WIRKUNGEN
Innerlich
Funktionelle Störungen der Gallenblase und Gallenwege
(cholagoge Dyspepsie)
- cholagog
- choleretisch
- cholezystokinetisch
- spasmolytisch
- karminativ
Hepatopathien
(Erkrankungen der Leber)
- cholagog
- choleretisch
- cholezystokinetisch
Husten
- mukolytisch
- sekretolytisch
- sekretomotorisch
Meteorismus
(Blähungen)
- karminativ
Reizdarmsyndrom
(Colon irritabile)
- karminativ
- spasmolytisch
Übelkeit und Erbrechen
- übelkeits- und brechreizlindernd
Verdauungsstörungen
(funktionelle Dyspepsie/Reizmagen)
- karminativ
- spasmolytisch
Äusserlich
Arthritis (rheumatoide)
- hyperämisierend
- antiphlogistisch
- analgetisch
Arthrose
- hyperämisierend
- antiphlogistisch
- analgetisch
Erkältung
(grippaler Infekt)
- Verbesserung der Nasenluft-Passage
Kopfschmerzen vom Spannungstyp
- hyperämisierend
- anästhesierend
- analgetisch
Neuralgien
- hyperämisierend
- anästhesierend
- analgetisch
Verletzungen (stumpfe)
- analgetisch
- antiphlogistisch
- hyperämisierend
