Süssholz
Stammpflanze:
Glycyrrhiza glabra L.
Verwendete Pflanzenteile:
Süssholzwurzel (Liquiritiae radix)
Inhaltsstoffe:
Triterpensaponine, Flavonoide, Triterpene, Phytosterole, Cumarine, Polysaccharide.
Dosierung:
Innerlich:
Tagesdosis 6 – 15 g Droge entsprechend 240 – 600 mg Glycyrrhizin.
0,5 – 1 g Succus liquiritiae (Katarrhe der oberen Atemwege) bzw. 1,5 – 3 g Succus liquiritiae (Ulcus ventriculi, Ulcus duodeni).
Teezubereitung:
1,5 – 3 g Droge mit 150 ml kochendem Wasser übergiessen und nach 10 – 15 Min. abseihen.
1,5 – 3 g Droge mit kaltem Wasser ansetzen, zum Sieden bringen, während 10 – 15 Min. kochen und anschliessend abseihen.
Nebenwirkungen:
Bei Überdosierung (> 600 mg Glycyrrhizin) oder längerfristiger Anwendung können aufgrund einer mineralokortikoidartigen Wirkung Kaliumverluste, Bluthochdruck, Ödeme, Natrium- und Wasserretention, Hypokaliämie sowie in seltenen Fällen Myoglobinurie auftreten.
Kontraindikationen:
Cholestatische Lebererkrankungen, Leberzirrhose, arterielle Hypertonie, Hypokaliämie, schwere Nierenfunktionsstörungen, Schwangerschaft.
Interaktionen:
Kaliumverluste können durch andere Arzneimittel (z.B. Thiazid- und Schleifendiuretika) verstärkt werden.
Kaliumverluste erhöhen die Empfindlichkeit gegenüber Digitalisglykosiden.
Hinweise:
Wegen der Gefahr einer Hypokaliämie ohne ärztlichen Rat nicht länger als 4 – 6 Wochen einnehmen.
Empfehlenswert sind eingestellte galenische Zubereitungen, welche einen Mindest- (3 %) bzw. Höchstgehalt (5 %) an Glycyrrhizin garantieren.
Als Lebensmittel sollte am besten deglycyrrhizierte Lakritze verwendet werden.
INDIKATIONEN und WIRKUNGEN
Innerlich
Gastritis
- ulkusprotektiv
- antiphlogistisch
- spasmolytisch
Husten
- mukolytisch
- sekretolytisch
- sekretomotorisch
- bronchospasmolytisch
- antiphlogistisch
Magen- und Zwölffingerdarmgeschwür
(Ulcus ventriculi und duodeni)
- ulkusprotektiv
- antiphlogistisch
- spasmolytisch
