Urolithiasis (Harnsteinleiden)
Definition:
Vorkommen von Konkrementen (Steinen) im Hohlsystem der Nieren und ableitenden Harnwegen.
Abhängig von der Lokalisation unterscheidet man:
- Nephrolithiasis (Steine in der Niere)
- Ureterolithiasis (Steine im Harnleiter)
- Zystolithiasis (Steine in der Harnblase)
- Urethralithiasis (Steine in der Harnröhre)
Manifeste Steine lassen sich durch pflanzliche Arzneimittel nicht auflösen. Eine phytotherapeutische Behandlung mit Aquaretika als Blasen- und Nierentees im Sinne einer Durchspülungstherapie eignet sich zur Prophylaxe bei Neigung zur Ausbildung von Konkrementen im Harntrakt und führt zu einer Harnverdünnung und Reinigung der Harnwege bzw. forciert die Austreibung von vorhandenen Konkrementen.
ARZNEIPFLANZEN
Innerlich
Aquaretika → siehe unter Harnwegsinfekt (HWI).
Hinweise und ergänzende Massnahmen
Bei einer Durchspülungstherapie in Form von Teezubereitungen ist auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr (min. 2 l/Tag) zu achten.
Um einen mögliche Steinabgang zu unterstützen oder kolikartige Beschwerden zu lindern, eignen sich Wasser- und Wärmebehandlungen wie heisse Sitzbäder, ansteigende Halb- oder Fussbäder oder Auflagen und Wickel (z.B. Heublumen, Kartoffel, Ackerschachtelhalm) auf die Nierengegend.
