Verletzungen (offene)

Definition:

durch mechanische Gewalteinwirkung verursachte Verletzung oberflächlicher oder tieferer Hautschichten (z.B. Schnitt-, Stich-, Quetsch-, Riss- oder Schürfwunde) mit oder ohne Substanzverlust.

 

Die Wundheilung verläuft in verschiedenen Phasen, welche sich zeitlich aneinander anschliessen, teilweise aber auch überschneiden:

  • Exsudationsphase; das in die Wunde ausgetretene Wundsekret aus Blut und Lymphe entsorgt geschädigtes Zellgewebe und infektiöse Keime und stoppt die Blutung.
  • Granulationsphase; Fibroblasten bilden neues Gewebe und schliessen die Wunde.
  • Epithelisierungsphase; durch Zellproliferation regeneriert sich das verletzte Gewebe.

Oberflächliche Wunden eignen sich zur alleinigen Behandlung mit Phytopharmaka, bei tiefen oder infizierten Wunden ist eine adjuvante Therapie mit pflanzlichen Arzneidrogen möglich.

 

Wichtig bei der Wundbehandlung ist der rechtzeitige Wechsel der Applikationsformen. Während der akuten Phase feuchte Anwendungen (Spülungen, Umschläge) zur Wundreinigung sowie Gele, Lotionen, Cremes oder Salben in der Ausheilungsphase und zur Nachbehandlung.

ARZNEIDROGEN

Äusserlich

Hinweise und ergänzende Massnahmen

Tetanusschutz überprüfen.

 

Tiefe oder entzündete sowie schlecht heilende Wunden sollten ärztlich behandelt werden.

 

Hydroaktive Wundauflagen nehmen viel Sekret auf und verkleben nicht mit dem abheilenden Gewebe.

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